Lärm-Gau in Barmbek

Öffentliche Anhörung

der Bevölkerung in Barmbek zur angeblichen

„Ertüchtigung der Güterbahn in Hamburg-Nord“

am Dienstag, 20. Februar 2007 um 19 Uhr

in der Schule Brucknerstraße 1


Mit dem „Unwort Ertüchtigung“ wollen die Deutsche Bahn und die Verantwortlichen die schlimmste Schweinerei in Barmbek nach dem zweiten Weltkrieg verharmlosen.

Das Wort Ertüchtigung ist eine Provokation und schmeckt in seinem „positiven“ Anklang hier nach Obrigkeitsstaat. Es soll vertuscht werden, dass die Anwohner der Güterbahn künftig nachts nicht mehr schlafen können:

Denn: anders als heute werden künftig auch nachts

650 Meter lange Güterzüge

im Abstand von 12 Minuten

mit überhöhter Geschwindigkeit von 80 km/h

durch Barmbek donnern. Die „Lärmkarten“ der Behörde für Umwelt und Stadtentwicklung zeigen, dass nachts der Lärmpegel sogar wesentlich höher sein wird als tagsüber. Der Lärm-GAU wird dann den heute schon hohen Lärmpegel um ein Vielfaches übersteigen.

Der Skandal ist:
Für Barmbek sind Lärmschutzwände bisher nicht geplant

Formell ist die Bahn – nach Aussage der Stadt Hamburg –  im Recht: seit den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts darf die Bahn das, was sie vorhat. Aber aus Sicht der betroffenen Bevölkerung kann Recht auch Unrecht sein. Die Bahn hat noch nicht realisiert, dass sich
die Welt seit den 30er Jahren gewaltig verändert hat.

Die Bahn und die Politiker in Hamburg-Nord wollen über „Lösungsansätze“ diskutieren. Dabei wissen alle, dass es nur einen sinnvollen Lösungsansatz gibt.

Wir fordern:      

Bau von Lärmschutzwänden mit 3 Meter Höhe

Reduzierung der Geschwindigkeit nachts auf 30 km/h (wie bisher)

Zusätzlich Lärmschutzfenster in den oberen Stockwerken.

Was bei der geplanten zusätzlichen Belastung des Bahndammes mit den nur wenige Meter neben dem Bahndamm stehenden Wohnhäuser geschieht, wollen wir uns gar nicht aus­denken. Wir können nur hoffen, dass dann die Brückenbauwerke (z.B. die kriegsbeschädigte Ziegelsteinbrücke über die Osterbek) eher zusammenbrechen als die Wohnhäuser.

Kommen Sie alle am 20. Februar um 19 Uhr in die Schule Brucknerstraße 1

Stimmen Sie mit Ihrer Teilnahme über den Lärm-GAU ab

Erinnern Sie die Politiker an die nächste Bürgerschaftswahl 2008

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