Stand der Dinge

Veröffentlicht am Mittwoch 27 August 2008 16:01:01 von Uwe_Schroeder



Was machen eigentlich die Lärmschutzwände, wann wird endlich gebaut? Gebaut wird zurzeit in den Bereichen Bullenredder und Kollaustraße. Dort werden die mit Bürgermittel erhöhten Wände gerade fertig gestellt. Weite Streckenabschnitte sind schon komplett mit Lärmschutzwänden versehen. Es fehlen lediglich noch die Lärmschutzwände an Brücken. Baufertigstellung soll im Oktober sein.

Komplett fertig sind die ersten sechs Wände in Eidelstedt – allesamt Wände, die aus Bundesmitteln finanziert wurden. Leider sind an den Wänden an der Lampéstraße und an der Kieler Straße grobe Fehler zu erkennen. In der Lampéstraße fehlt ein Stück Wand – ca. 2 m. Wollte man sich hier eine Servicetür sparen? Jedenfalls bringt so die ganze Wand nichts, zumal dort der Schall auch durch eine neuerrichtete Brücke und einen betonierten Bahndamm reflektiert wird. Ähnlich unsinnig mutet die Bauausführung an der Kieler Straße an. Dort ist an der Brücke eine Lücke zwischen Lärmschutzwand und Bahnstrecke. Durch diese Lücke dröhnt es fleißig. Die Anwohner sind komplett genervt.

Am 28.8.08 werden die restlichen Lärmschutzwände in Auftrag gegeben, und zwar die ausschließlich aus Mitteln von Bürgern und Stadt Hamburg finanzierten Wände. So die Wandverlängerungen am Bullenredder, an der Kollaustraße, in Eppendorf im Bereich Erikastraße und Salomon-Heine-Weg und in Alsterdorf.

Die Kostenschätzungen sind aufgrund der geänderten Hochgeschwindigkeitsrichtlinie zwar schwindelerregend, aber weder Bahn noch Bund scheuen den Griff in die Kassen der Bürger. Unsere Notlage wird schamlos ausgenutzt. Wir zahlen für unsinnig starke Lärmschutzwände, weil einige Bürokraten beim Erlass der Richtlinien tief und fest geschlafen haben.

Nach unserem Auftrag wird eine Bundesweite Ausschreibung erfolgen. Die Ergebnisse liegen im Frühjahr 2009 vor. Die Beauftragung der Baufirmen erfolgt im Anschluss. Im Juli 2009 sind Bahnpausen für den Bau der Lärmschutzwände vorgesehen, deren Bau im Herbst abgeschlossen sein soll.

In Barmbek bis Hamm werden Wände gebaut, wenn die Rückabwicklung bereits gezahlter Subventionen für Lärmschutzfenster gelingt. Gefordert wird ein Betrag von 536.000 Euro – die Stadt übernimmt davon die Hälfte, sodass die Anwohner etwa 268.000 Euro zusammenbringen müssen, um Lärmschutzwände von 5,4 km zu bekommen (3m hohe Wände!). Einzelne Wohnungsunternehmen haben bereits signalisiert, dass die restlichen 268.000 Euro mit Sicherheit zusammenkommen werden. Immerhin gibt es dann dafür Lärmschutzwände mit einem Wert von nahezu 10 Mio. Euro!


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