Lärmschutz an der Güterumgehungsbahn: Grundeigentümer sollen Millionen zahlen

Veröffentlicht am Freitag 09 November 2007 08:27:45 von Admin

Der Lärmschutz entlang der rund 23 Kilometer langen Ausbaustrecke der Güterumgehungsbahn zwischen Eidelstedt und Rothenburgsort ist seit langer Zeit ein großer Streitpunkt zwischen den Anwohnern und der Deutschen Bahn. Dabei geht es immer um den Umfang der Lärmschutzmaßnahmen.



Vor Kurzem erklärte sich die Bahn bereit, im Rahmen des Lärmsanierungsprogramms der Bundesregierung insgesamt 14 Lärmschutzwände entlang der Strecke auf rund fünf Kilometer Länge zu bauen. Doch das ist den zahlreichen Anwohnerinitiativen, die sich zur Interessengemeinschaft (IG) Schienenlärm zusammengeschlossen haben, zu wenig: Insgesamt will die IG Schienenlärm elf weitere Wände entlang der Strecke aufstellen lassen. Zudem sollen acht der durch den Bund finanzierten Wände von 1,50 Meter auf 2,50 Meter erhöht werden.

Für diesen zusätzlichen Lärmschutz verlangt die Bahn insgesamt rund acht Millionen Euro. Davon sollen vier Millionen Euro von den Grundeigentümern aufgebracht werden, weitere vier Millionen Euro will die Stadt zur Verfügung stellen. "Die Hausbesitzer haben bislang rund zwei Millionen Euro zusammengebracht. Nun müssen uns Bund und Bahn entgegenkommen, damit der dringend benötigte zusätzliche Lärmschutz realisiert werden kann", sagt der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Uwe Schröder.

Wie im Hamburger Abendblatt berichtet, werden durch den Ausbau der Güterumgehungsbahn von 2008 an täglich bis zu 84 Güterzüge auf der Strecke zwischen Eidelstedt und Rothenburgsort fahren. Bisher sind es 30 Züge. Der Bau der Lärmschutzmaßnahmen entlang der Strecke soll laut Bahn bis Ende 2009 abgeschlossen sein.

ug

erschienen am 8. November 2007 im Hamburger Abendblatt


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