Kein Scherz: Lärmschutzwände müssen über 250 km/h aushalten
Veröffentlicht am Mittwoch 27 August 2008 16:00:19 von Uwe_Schroeder
Kein Scherz: Lärmschutzwände müssen Geschwindigkeiten von über 250 km/h standhalten!
Eine Richtlinie des Eisenbahnbundesamtes (EBA) gefährdet den Bau von Lärmschutzwänden an der Güterumgehungsbahn. Im Rheintal sind Lärmschutzwände an Hochgeschwindigkeitsstrecken wegen des Winddrucks bei Geschwindigkeiten über 250 km/h zusammengebrochen. Daraufhin wurden von der Bahnaufsichtsbehörde neue Bauvorschriften erlassen, die absurderweise auch für Güterbahnen gelten, obwohl die bei uns maximal 80 km/h fahren. Die Bauvorschriften sehen verstärkte Konstruktionen an Stützpfeilern, Wandelementen und Brückenträgern vor. Aufgrund der ohnehin recht hohen Baumaterialpreise (Stahl) steigen nun auch die Kosten für einzelne Wandabschnitte. Die IG Schienenlärm hat daraufhin die Bundestagsabgeordneten Christian Carstensen, Johannes Kahrs und Niels Annen um Unterstützung gebeten, entweder beim Verkehrsministerium eine Ausnahmegenehmigung zu erwirken oder aber eine Übernahme der Mehrkosten.