Güterumgehungsbahn: Stadt zahlt Lärmschutzwände vor Kitas

Veröffentlicht am Donnerstag 10 Januar 2008 13:33:55 von Admin

Fünf Kitas im Bereich der Ausbaustrecke der Güterumgehungsbahn sollen Lärmschutzwände von der Stadt Hamburg finanziert bekommen. Das bestätigte Stadtentwicklungs-Staatsrat Gerhard Fuchs (CDU) dem Abendblatt.

Die Kosten dafür liegen bei rund 1, 5 Millionen Euro, in diesem Jahr will der Senat zunächst 600 000 Euro dafür ausgeben. Das kritisierte SPD-Stadtentwicklungsexperte Jan Quast: "Die Bürgerschaft hatte im Dezember 2007 einstimmig beschlossen, dass 1,5 Millionen Euro bereitgestellt werden sollen. Der Senat ignoriert jetzt diese Entscheidung und kürzt die Lärmschutz-Mittel um rund 60 Prozent." Die Kritik weist Staatsrat Fuchs zurück: "Wir kürzen hier keine Mittel, es sollen insgesamt rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Doch für dieses Jahr werden nur 600 000 Euro benötigt, mit denen der Bau von Lärmschutzwänden im Bereich von Kitas am Wegenkamp und am Deelbögenkamp finanziert wird."

Die restlichen rund 900 000 Euro für den Bau von drei Lärmschutzwänden vor zwei Kitas am Rübenkamp und einer Einrichtung am Pinalsweg, sollen laut Fuchs zu einem "späteren Zeitpunkt" in den Gesamthaushalt eingebracht werden. "Das ergibt sich daraus, dass die Planungen für Lärmschutz im östlichen Bereich gerade erst begonnen haben", so Fuchs weiter.

Nach dem Ausbau der Güterumgehungsbahn sollen bereits in 2008 bis zu 84 Züge täglich über die Strecke fahren, vor dem Ausbau waren es 30 gewesen. Dazu Jan Quast: "Der Lärmschutz muss sofort kommen, weil jetzt die zusätzlichen Züge rollen."


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